Meine Blechblasinstrumentenbau Ausbildung startet!
Instrumentenbau

Meine Blechblasinstrumentenbau Ausbildung startet!

Es ist nicht der Erste und auch nicht der populärste Berufswunsch: Blechblasinstrumentenbau. Ein Handwerk, es geht um Musik und man kann sein eigenes Ding machen. Also eigentlich das Beste für jemanden, der eine Alternative zum Berufsmusiker sucht. Aber alles der Reihe nach.

Wie kam es dazu

Als ich mit der Schule fertig war, hatte ich erst mal überhaupt keine Idee, was ich machen soll. Seit meinem zehnten Lebensjahr spiele ich Schlagzeug. Recht bald durfte ich in Blasmusik und Musikschul-Big-Band mitspielen. Neben dem mitwirken bei weitere Bands und Orchester, fix oder Substitut, entstand ein deutliches Interesse für Tontechnik. Aber Berufsmusiker oder Tontechniker schien mir dann doch zu stressig, bzw. zu anstrengend.

Während ich als Elektriker arbeitete, erkundigte sich meine Schwester nach möglichen Ausbildungen. Ihr über die Schulter schauend, als sie ein 200 Seiten A5 Buch mit Lehrberufen durchstöbert, viel es mir ins Auge. Die perfekte Kombination aus Musik und Handwerk: Blechblasinstrumentenbau.

Mit der Erkenntnis, diesen Beruf lernen zu wollen, startete ich mit der Suche nach einer Lehrstelle. Konsequenter weise „musste“ ich jetzt natürlich auch ein Blechblasinstrument lernen. So ging ich dem insgeheim lange währenden Wunsch nach und begann im Jänner 2016, Posaune zu lernen. Im Sommer noch wechselte ich zur Bassposaune.

Da gibt’s eh genügend Lehrstellen

Eigentlich könnte man meinen, in dieser Berufssparte gute Chancen auf eine Lehrstelle zu haben. Glaubt man doch, dass es sich hier um ein sehr exklusives Handwerk handelt. Leider sangen die Rückmeldungen auf meine Bewerbungen im gesamten deutschsprachigen Raum andere Lieder. Entweder bildeten die Betriebe überhaupt nicht aus oder die eine Lehrstelle ist bereits vergeben. Bei einem Praktikum in der Firma Miraphone konnte ich zumindest schon mal schnuppern, welch spannendes Handwerk mich erwartet.

Blechblasinstrumentenbau lernen in Mittenwald

Dankenswerter Weise verwies mich eine Lehrstätte an die Instrumentenbauschule in Mittenwald, bei der ich mich gleich für den Berufsinformationstag anmeldete. Die Berufs- und Berufsfachschule, bekannt vor allem für Geigenbau, ist mittlerweile zu einem Hogwarts für Instrumentenbau herangewachsen. So kann man dort das Handwerk für Geigen, Zupf-, Holz- und Blechblasinstrumenten erlernen.

Doch ist es nicht so leicht, so einen gebührenfreien Ausbildungsplatz zu bekommen. Erst eine vollständige Bewerbungsmappe mit guter Freihandzeichnung und einem guten Notenschnitt im Schulzeugnis ermöglichen eine Einladung zur Eignungsprüfung. Dort darf man als einer von fünfzehn in sechs Teilen Punkte sammeln. Die bis zu vier Besten, dürfen sich dann über einen Ausbildungsplatz freuen. Ich darf mich über so einen Platz freuen und am 11. September 2018 zum ersten Schultag im Foyer einfinden.

Wie es dann dort weiter geht, werde ich hier berichten. Bis es so weit ist, erzähle ich noch von anderen Projekten.

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